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NÖ Abfallwirtschaftspreis „Skarabäus“ Prämierte Projekte 2024

Auf dem Foto ist eine Gruppe von Personen zu sehen, die Urkunden und Preise in der Hand halten. Auch auf dem Foto sind Männer mit dunkelblauen Anzügen, die die Preise überreicht haben.
Der NÖ Abfallwirtschaftspreis "Skarabäus" würdigte am 28. Mai herausragende Initiativen und innovative Lösungen im Bereich der Abfallwirtschaft in Niederösterreich. In verschiedenen Kategorien wurden Unternehmen und Einrichtungen ausgezeichnet, die mit ihren Projekten maßgeblich zur Förderung der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beitragen.

Der renommierte Abfallwirtschaftspreis "Skarabäus" 2024 wurde in St. Pölten an insgesamt zehn herausragende Ideen und Projekte verliehen. Der mit 10.500 Euro dotierte Wettbewerb stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. Die Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der Wirtschaftskammer Niederösterreich, das Land Niederösterreich und der Verein "die NÖ Umweltverbände" zeichneten zum dritten Mal kreative Ideen aus, die zur nachhaltigen Entwicklung in Niederösterreich beitragen.

Der "Skarabäus” 2024 stellt innovative Lösungen in den Bereichen Technik, Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Kreislaufwirtschaft ins Rampenlicht. Mit 46 Einreichungen wurde 2024 ein neuer Rekord an eingereichten Projekten aufgestellt. Der Preis wurde in vier Kategorien vergeben:
  • 1 Kategorie "Betriebe unter 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter"
  • 2 Kategorie "Betriebe über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern"
  • 3 Kategorie "Sonstige Einrichtungen"
  • 4 Kategorie "Start-Up-Unternehmen"

    KATEGORIE: BETRIEBE BIS 50 MITARBEITER:INNEN

    1. Platz: Biomethananlage Seiringer - Grünes Gas aus Reststoffen Seiringer Umweltservice GmbH In Wieselburg soll die erste Reststoff-Biomethananlage Österreichs entstehen, in der Bioabfall von Haushalten, Abfälle/ Reststoffe aus der Lebensmittelverarbeitung bis zu Reststoffen aus der Landwirtschaft (Maisstroh, Mist und Zwischenfrüchte) verarbeitet werden. In diesem Konzept liefern die zwei Bezirke Melk und Scheibbs, über 10 Lebensmittel-verarbeitende Betriebe und über 80 landwirtschaftliche Betriebe ihre Abfälle bzw. Reststoffe an die Biomethananlage (Transportradius der Input-Stoffe < 10 km). Mit 100.000 t pro Jahr Verarbeitungskapazität und einer Gas-Einspeise-Leistung von bis zu 7 Mio. m³ Methan ist diese Anlage die größte geplante und genehmigte Anlage Österreichs.

    2. Platz: Stop the waste chromulus GmbH]
    Im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel werden jährlich rund 65.000 t Lebensmittel weggeworfen, davon 45% Obst und Gemüse. Die Trockenvernebelungsanlage von Chromulus hat das Potential, den Obst- und Gemüseverderb am Point-of-Sale um rund 25-35% zu verringern. In fünf Märkten wurde diese Anlage bereits installiert, um die Haltbarkeit der Produkte zu verlängern. Der Trockennebel senkt lokal die Temperatur und erhöht die Luftfeuchtigkeit, das Lebensmittel bleibt somit länger frisch. Obst und Gemüse kann über Nacht im Regal belassen werden (Arbeitszeit, Schutz vor Schäden am Produkt). Die Maßnahme umfasst die Optimierung der Lagerbedingungen, Reduzierung von Plastikverpackungen und Sensibilisierung der Kunden. Dadurch könnten alleine in Österreich jährlich über 7.500 t Lebensmittel gerettet werden.


    3. Platz: Unverpackt vom Produzenten bis zum Konsumenten Unverpackt Austria Kern des Projekts ist die Umstellung auf wiederverwendbare und stapelbare Metallbehälter samt umfassender Chargenverfolgung in der Lebensmittel-Logistikkette, um Verpackungsmüll zu vermeiden. Durch die Zusammenarbeit mit Gastronomie und Großküchen sowie die Optimierung der Lagerung und das Schädlingsmonitoring werden durch diese Mehrweg-/Kreislaufgebinde neue Maßstäbe gesetzt. Die Nutzung von Sonnenstrom zur Reinigung der Behälter trägt zusätzlich zum Umweltschutz bei.

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    v.l.n.r: LAbg. Anton Kasser, Präsident des Vereins die NÖ Umweltverbände, Fachgruppenobmann Thomas Kasper, Hubert Seiringer (Seiringer Umweltservice GmbH), Thomas Freund (Chromulus GmbH), Karin Distelberger (Unverpackt Austria), LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wirtschaftskammer NÖ-Präsident KommR Wolfgang Ecker

    KATEGORIE: BETRIEBE BIS 50 MITARBEITER:INNEN


    1. Platz: Kreislaufwirtschaft im Vormarsch: Startschuss für das erste Gips-zu-Gips Recyclingwerk in Österreich GzG Gipsrecycling GmbH Die erste Gips-zu-Gips Recyclinganlage in Österreich, ein Joint Venture zwischen PORR, Saint-Gobain und Saubermacher, ermöglicht künftig das Recycling von bis zu 60.000 t Gipsabfällen jährlich. In der neuen Anlage in Stockerau werden jährlich Gipsabfälle aus Rückbau, Neubau und Abbruch wiederverwertet und somit nicht deponiert. Bis zu 40% Recycling-Gips kann in neuen Platten eingesetzt werden, Naturgips wird somit eingespart (=Ressourcenschonung). Ab 2026 dürfen Gipskartonplatten in Österreich nicht mehr deponiert werden, das Kooperationsprojekt versucht somit diese Herausforderung sowohl auf Entsorgungs- als auch Verwertungsseite sinnvoll und zeitnah zu lösen. Das Projekt zeigt, Gips ist "DAS Vorzeigeprodukt" für echte Kreislaufwirtschaft!

    2. Platz: Umstellung der SONNENTOR Aufgussbeutelteehüllen auf kreislauffähiges Material
    SONNENTOR Kräuterhandels GmbH Mitte 2023 wurde eine neue recyclingfähige Aromaschutzhülle aus speziellem Papier eingeführt, die verbesserte Barriereeigenschaften aufweist und mit kompostierbaren Farben bedruckt ist. Diese Umstellung verbessert den Schutz von Geruch und Geschmack und ermöglicht die Entsorgung im Altpapier (Monomaterial statt Verbund). Durch die neue Verpackungslösung konnte der Anteil an recyclingfähigem Verpackungsmaterial von 79% auf 94% erhöht werden. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden etwa 112 t Verpackungsmaterial von Verbundmaterial auf Monomaterial umgestellt.

    3. Platz :ÖKOBETON - ein Meilenstein für nachhaltiges Bauen Wopfinger Transport Ges.m.b.H. Die Wopfinger Transportbeton Ges.m.b.H. hat 2023 zwei der nachhaltigsten und innovativsten Transportbetonwerke Österreichs errichtet und damit den Grundstein für die Herstellung klimafitter Betone gelegt. Diese ÖKO-BETON-Werke erlauben die Verarbeitung mehrerer Recyclingfraktionen und den Einsatz verschiedener Betonzusatzmittel zur Stabilisierung und Verbesserung der Betonrezepturen. Nicht nur der erhöhte Anteil von Recyclingmaterial spart CO2 ein, sondern auch die Verwendung einzelner Bindemittelkomponenten statt fertiger Standardzemente. Dieses Werkskonzept ist die Voraussetzung für die Weiterentwicklung ihrer Produktlinie ÖKOBETON. Neben dem bereits bekannten ÖKOBETON-R wurden jetzt ÖKOBETON-K und ÖKOBETON+ weiterentwickelt. Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen tragen ebenso zur Nachhaltigkeit der Werke bei.

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    v.l.n.r: LAbg. Anton Kasser, Präsident des Vereins die NÖ Umweltverbände, Fachgruppenobmann Thomas Kasper, Monika Döll (GzG Gipsrecycling GmbH), Maria Bianca Papst (SONNENTOR Kräuterhandels GmbH), Philip Ramprecht (Wopfinger Transportbeton Ges.m.b.H.), LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wirtschaftskammer NÖ-Präsident KommR Wolfgang Ecker

    KATEGORIE: SONSTIGE EINRICHTUNGEN
    1. Platz: Biotechnologische Rückgewinnung von kritischen Rohstoffen aus gebrauchten Lithium-Ionen-Batterien Austrian Center of Industrial Biotechnology]
    Die Umstellung auf Elektromobilität und erneuerbare Energien erfordert den Einsatz vieler Rohstoffe, wie seltene Erden und Metalle, die schwer zu recyceln sind. Das Projekt untersucht nun, wie Bakterien zur biologischen Laugung von Altbatterien (Lithium-Ionen-Batterien) verwendet werden können, um Metalle umweltfreundlich und effizient zurückzugewinnen. Diese Bakterien sind extrem säureresistent und benötigen wenige Nährstoffe, wodurch sie ideal für das Recycling geeignet sind. Zusätzlich werden Metall-bindende Peptide eingesetzt, um die Metalle selektiv aus den Lösungen zu extrahieren. Das Ziel ist, einen kostengünstigen, umweltfreundlichen Recyclingprozess zu entwickeln, der ohne starke Chemikalien und hohe Energie auskommt.


    2. Platz: Entwicklung eines innovativen Aufbereitungsverfahrens zur Wertstoffrückgewinnung aus Müllverbrennungsaschen TU Wien, CD Labor für Recyclingbasierte Kreislaufwirtschaft, Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften]
    In Österreich fallen bei der Müllverbrennung etwa 10-25% der Abfälle als Aschen an, die wertvolle Metalle und mineralische Bestandteile enthalten. Das Forschungsprojekt untersucht erweiterte Aufbereitungsschritte, um zusätzlich zu Metallen auch Rohstoffe wie Glas aus diesen Aschen rückzugewinnen. Die so gewonnene Mineralikfraktion kann als Sekundärrohstoff im Bauwesen verwendet werden, was die Recyclingquote erhöht und Deponievolumen spart. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Prozessschritte im industriellen Maßstab von der Firma Brantner Österreich GmbH macht die Aufbereitungsanlage für Müllverbrennungsaschen in NÖ zu einer der modernsten ihrer Art in Europa. Diese Maßnahmen der Kreislaufführung von Bett- und Rostaschen tragen erheblich zum Umwelt- und Ressourcenschutz bei, indem sie Primärrohstoffe und Energie einsparen.


    3. Platz: Projekt: Second Chance Bazar BHAK/BHAS Wr. Neustadt Der Second Chance Bazar der BHAK/BHAS Wr. Neustadt findet seit 2022 statt, um Klimaschutz und Ressourcenschonung zu fördern. Schüler:innen können einmal pro Semester Kleidung tauschen, die nicht mehr getragen werden würde. Durch die Wiederverwendung wird die Lebenszeit der Kleidung verlängert. Die getauschte Menge an Gewand wird quantitativ erfasst und mittels CO2 Rechner bewertet. Durch die Aktion wurden bisher 7.536 kg CO2 eingespart, das entspricht einer Fahrt von 42.065 km mit einem Mittelklasseauto. Die Schüler:innen werden motiviert, mehr Kleidung abzugeben, indem Klassen, die mehr spenden, früher Zugang zum Bazar erhalten. Diese Aktion fördert Bewusstsein für Nachhaltigkeit und ermöglicht den Schüler:innen, aktiv am Klimaschutz teilzunehmen.

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    v.l.n.r: LAbg. Anton Kasser, Präsident des Vereins die NÖ Umweltverbände, Fachgruppenobmann Thomas Kasper, Florian Czurda & Florentina Hauser (BHAK/BHAS Wr. Neustadt), Klemens Kremser (Austrian Center of Industrial Biotechnology), Jakob Lederer (CD Labor für Recyclingbasierte Kreislaufwirtschaft, TU Wien), LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wirtschaftskammer NÖ-Präsident KommR Wolfgang Ecker

    KATEGORIE: START-UP-UNTERNEHMEN
    Sonderpreis: Entwicklung einer automatischen hoch Durchsatz Upcycling-Anlage für gebrauchte PV-Module 2nd Cycle FlexCo]
    Die Umstellung auf erneuerbare Energieträger ist entscheidend im Kampf gegen die Klimakrise, weltweit werden täglich Millionen neuer Photovoltaikmodule installiert. Diese steigende Anzahl führt zu einem massiven Rückstrom gebrauchter PV-Module, von denen viele technisch noch einsatzfähig wären. Es fehlt an automatisierten Prozessen, um diese Module kosteneffizient für einen zweiten Lebenszyklus aufzubereiten. Eine neue, vollautomatische Upcycling-Anlage soll dieses Problem lösen, indem sie gebrauchte PV-Module reinigt, testet, repariert und sortiert, wodurch die Kosten im Vergleich zu bestehenden manuellen Prozessen um über 80% gesenkt werden. Ziel ist es, bis 2031 rund 8% des EU-weiten Rückstroms an PV-Modulen zu verarbeiten, was bedeutende Umwelt- und Klimavorteile bietet, indem bis zu 200.000 t PV-Müll vermieden und 7,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden.

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    v.l.n.r: LAbg. Anton Kasser, Präsident des Vereins die NÖ Umweltverbände, Fachgruppenobmann Thomas Kasper, Gerald Eichler, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Wirtschaftskammer NÖ-Präsident KommR Wolfgang Ecker

    Mehr Informationen sind HIER zu finden.

  • AnTONNia und die Umwelt-Heroes

    Eine junge Frau als Restmülltonne verkleidet hält sich die Ohren zu.
    Mitreißendes Umwelttheater zum Mitmachen
    Die NÖ Umweltverbände haben gemeinsam mit dem Land NÖ 2012 mit großem Erfolg das AnTONNia Umwelttheater ins Leben gerufen. Eine Erfolgsgeschichte, an der sich jährlich rund 3.000 Volksschulkinder in ganz Niederösterreich beteiligen und mehr über Abfall und den richtigen Umgang mit unseren Ressourcen erfahren.

    Kostenloses Bildungsangebot für Volksschulen
    Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage bieten wir ein neu überarbeitetes Umwelttheater an. Dieses Umweltbildungsangebot für Volksschulen der teilnehmenden Verbände* steht den Schulen kostenlos zur Verfügung.

    AnTONNia kommt in die Klasse
    Die neuen Inhalte des Theaterstücks, das direkt bei den Kindern in der Klasse aufgeführt wird, kreisen um AnTONNia, eine sprechende Restmülltonne. Sie wird von einer Schauspielerin verkörpert, die den Kindern aus ihrem Leben erzählt. AnTONNia und ihre Mülltonnen-Freundinnen und -freunde haben Superkräfte. Sie können Abfälle zu Schätzen verwandeln, allerdings nur, wenn diese zuvor richtig getrennt werden. Und dafür braucht AnTONNia die Hilfe der Umweltheldinnen und Helden.

    Hier kommen die Kinder ins Spiel. Mit viel Spaß und besonderem pädagogischen Mehrwert erfahren die Kinder, dass Abfälle richtig getrennt, nicht wertlos sind, sondern auch als Rohstoff für künftige Produkte eingesetzt werden können.

    Die Wahrheit hinter den Etiketten: Biologisch abbaubar oder biologisch problematisch?

    Auf dem Bild sind Lebensmittelreste in einem weißen Plastiksack zu sehen.
    Die Wahrheit hinter den Etiketten: Biologisch abbaubar oder biologisch problematisch?

    Siegel und Labels sind heutzutage weit verbreitet. Theoretisch kann jedes Unternehmen neue Labels erfinden, ohne dass diese derzeit geprüft werden müssen. Gerade bei Vorsammelhilfen für Bioabfälle stoßen wir häufig auf solche Siegel. Auf der Verpackung steht "biologisch abbaubar", aber in der Kompostanlage treten dann Probleme auf, wie das Auftreten von Mikroplastik-Teilchen im Kompost. Obwohl versucht wird, sämtliche Fremdkörper wie diese zu entfernen, funktioniert das nicht immer vollständig. Im Rahmen einer Studie der BOKU wurde nachgewiesen, dass die folgenden beiden Siegel tatsächlich halten, was sie versprechen.

    Siegl_Biokompost_Copyright_NOE_Umweltverbaende.png

    Auf Nummer sicher gehen mit einem Biokunststoffsackerl:
    Einige unserer Verbände bieten zudem praktische Vorsammelhilfen für Bioabfälle aus Bio-Maisstärke an, die das OK-compost HOME Siegel enthalten. Diese Sackerl haben keinen Einfluss auf den Verrottungsprozess oder die Kompostqualität. Auch wenn nach der technischen Kompostierung noch Biokunststoffpartikel vorhanden sein sollten, bauen sich diese in absehbarer Zeit in der Natur ab.

    Das betrifft folgende Verbände:
    GVU Scheibbs
    GVA Baden
    GABL
    GAUL
    GV Gmünd
    G.V.U. Gänserndorf
    GV Hollabrunn
    AWV Korneuburg
    GV Krems
    GVU Melk
    AWS Schwechat
    GVU St. Pölten
    GV Waidhofen

    Insgesamt wäre es am besten, keine Vorsammelhilfen zu verwenden, denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.

    Der richtige Umgang rund um Bioabfall ist nicht nur ein wichtiger Schritt zur Reduzierung unserer ökologischen Fußabdrücke, sondern auch ein Akt der Wertschätzung für die natürlichen Kreisläufe, die unser Ökosystem am Laufen halten.
    Helfen Sie, aus Bioabfällen wieder wertvollen Humus entstehen zu lassen, indem Sie Abfälle richtig entsorgen und auf Vorsammelhilfen, welche nicht die oben genannten Siegel enthalten, zu verzichten.

    Weiterführende Information:
    Kompostier-Ratgeber
    Bioabfälle sparen Trinkwasser
    Natürliche Kreisläufe nutzen: Von Pflanze zu Pflanze, von Bioabfall zu Humus
    Biotonne oder Heimkompost?
    BOKU Studie Kompostierbarkeit von biologisch abbaubaren Vorsammelhilfen

    Natürliche Kreisläufe nutzen: von Pflanze zu Pflanze, von Bioabfall zu Humus

    Auf dem Bild sind Hände die die Fingerspitzen zusammenhalten abgebildet. Zwischen den Handpaaren befindet sich jeweils Erde in welcher kleine Pflanzen sprießen.
    Wie entsteht Humus aus Bioabfall? Diese Frage führt uns zu einem der natürlichsten Stoffkreisläufe, denn aus Küchenabfällen, Strauch- und Grünschnitt entsteht wertvoller Humus, der eine entscheidende Rolle als Nährboden für die Natur- und Pflanzenwelt spielt. Trotz des großen Potenzials landen immer noch 63.800 Tonnen biogener Abfälle im Restmüll (Quelle: Land NÖ Restmüllanalyse 2018/19). Das bedeutet, dass ein Drittel unseres Restmülls organisches Material ist. Das ist aus verschiedenen Gründen problematisch, denn Restmüll wird thermisch verwertet (verbrannt). Biogene Abfälle enthalten oft viel Feuchtigkeit, der hohe Wassergehalt stört in Folge die Verbrennung. Zusätzlich gehen durch diese fehlerhafte Entsorgung beträchtliche Mengen an Abfällen verloren, die als wertvolle Komposterde oder Biodünger dienen könnten. Bioabfälle, die im Restmüll landen, werden somit endgültig aus dem natürlichen Kreislauf ausgeschlossen.

    Zur Auffrischung hier nochmal aufgeführt, was in die Biotonne gehört und was nicht:

    Was_kommt_in_die_Biotonne.png

    Verwendung von Bioabfällen: von der Sammlung bis zur Kompostierung
    Nachdem die Bioabfälle in der Biotonne eingesammelt wurden, erfolgt eine gründliche Sortierung, um Fremd- oder Störstoffe wie Kunststoffe so weit wie möglich zu entfernen. Kunststoffe sind synthetische Materialien, die sich nicht natürlich zersetzen können und daher unverändert bleiben. Nicht-biologische Stoffe müssen mechanisch bearbeitet werden, um sie wieder als Rohstoffe nutzen zu können. Ein häufiges Problem in Biotonnen ist immer noch Plastik, insbesondere Vorsammelhilfen wie Plastiksackerl, die fälschlicherweise als biologisch abbaubar gekennzeichnet sind.

    In einer professionellen Kompostanlage beginnt der Kompostiervorgang durch das Anlegen von Dreiecksmieten, das sind dreieckig geformte Bahnen aus Bioabfällen. Danach folgen Umsetzung und Durchmischen. Wenn die gewünschte Qualität des Komposts erreicht ist, folgt der abschließende Schritt des Absiebens, um grobe Materialien zu entfernen.

    Der gewonnene fertige Kompost wird hauptsächlich in der Landwirtschaft verwendet oder teilweise auch kommerziell genutzt, beispielsweise als Gartenhumus oder Blumenerde, oder steht in einigen Gemeinden den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

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    Passend zur Gartenzeit - kostenlose Komposterde bei den regionalen Abfallverbänden abholen:
    In folgenden regionalen Verbänden können Bürgerinnen und Bürger sich den frischen Kompost für den eigenen Garten abholen.
  • G.V.U. Gänserndorf
  • GV Hollabrunn
  • GV Horn
  • GV Krems
  • AWS Schwechat
  • AWA Stadt Krems
  • GV Waidhofen/Thaya
  • AWV Wr. Neustadt

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    Weiterführende Information:
    Die Wahrheit hinter den Etiketten: Biologisch abbaubar oder biologisch problematisch?
    Kompostier-Ratgeber
    Bioabfälle sparen Trinkwasser
    Biotonne oder Heimkompost?

  • Biotonne oder Heimkompost?

    Auf dem Bild ist eine Biotonne und ein Komposthaufen zu sehen.
    Eine Frage, die in der Abfallwirtschaft häufig diskutiert wird, ist die Heimkompostierung und insbesondere deren Qualität. Damit aus Bioabfall Kompost entstehen kann, müssen verschiedene Faktoren beachtet werden: Feuchtigkeit, Temperatur, Mischverhältnis und Belüftung. Wenn auch nur einer dieser Faktoren nicht eingehalten wird, kann es passieren, dass der Bioabfall verrottet, statt zu kompostieren (sich natürlich zu zersetzen). Hier sind einige Beispiele, die dazu führen können, dass die Heimkompostierung nicht erfolgreich ist:

  • Der Komposthaufen ist an einem sehr sonnigen Ort platziert.
  • Der Komposthaufen ist eingefroren.
  • Es fehlt Strukturmaterial wie trockene Äste oder Strauchschnitt im Komposthaufen.
  • Der Komposthaufen wird nicht ausreichend umgesetzt.

    Die einfachere und praktikablere Lösung für Bioabfälle ist zweifellos die Nutzung der Biotonne. Zu diesem Thema haben wir gemeinsam mit "Natur im Garten" ein Erklärvideo erstellt, das alle wichtigen Informationen zusammenfasst:


    Dennoch kann die Heimkompostierung erfolgreich sein, wenn die oben genannten Voraussetzungen beachtet werden. Wir empfehlen den Heimkompost-Ratgeber von "Natur im Garten" , oder die Broschüre "Kompostieren - so einfach geht’s" von "Natur im Garten”. Außerdem gibt es ein hilfreiches Video zum Anlegen eines Heimkomposts "Kompost selbst herstellen":


    Weiterführende Information:
    Natürliche Kreisläufe nutzen: Von Pflanze zu Pflanze, von Bioabfall zu Humus
    Die Wahrheit hinter den Etiketten: Biologisch abbaubar oder biologisch problematisch?
    Kompostier-Ratgeber
    Bioabfälle sparen Trinkwasser



  • Batterien und Akkus: Richtiger Umgang und Entsorgung

    Auf dem Bild sind Batterien in unterschiedlichen Farben dargestellt
    Batterien und Akkus sind in unserer modernen Welt zu unverzichtbaren Energielieferanten geworden und versorgen eine Vielzahl elektronischer Geräte, darunter Smartphones, Laptops und Uhren. Doch wenn ihre Speicherkapazität erschöpft ist oder die Geräte nicht mehr genutzt werden, landen diese oft unbeachtet in Schubladen.

    Dabei ist es wichtig zu beachten, dass Batterien und Akkus verschiedene Chemikalien wie Quecksilber, Blei, Cadmium und Nickel enthalten, die potenziell schädlich für die Umwelt und die menschliche Gesundheit sein können.

    Um einen verantwortungsvollen Umgang mit Batterien sicherzustellen, ist es entscheidend, sie korrekt zu entsorgen. Eine kostenlose und umweltfreundliche Option ist die Abgabe in Altstoffsammelzentrum (ASZ) oder Wertstoffentsorgungszentren (WSZ) denn dort werden Batterien und Akkus fachgerecht entsorgt. Darüber hinaus bieten gekennzeichnete Sammelboxen im Handel eine einfache Möglichkeit, Batterien abzugeben.

    Achtung: Brandgefahr bei falscher Entsorgung in den Restmüll

    Wichtig ist, Batterien und Akkus niemals in den Restmüll zu entsorgen, da dies eine erhebliche Brandgefahr in Entsorgungsfahrzeugen und bei Abladestationen darstellen kann. Die ordnungsgemäße Entsorgung trägt nicht nur zum Schutz der Umwelt und menschlichen Gesundheit bei, sondern ermöglicht auch das Recycling und die erneute Verwendung wertvoller Rohstoffe aus den Batterien.

    Ein bewusster Umgang mit Batterien ist somit nicht nur im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Gesundheit, sondern auch im Sinne einer nachhaltigen Ressourcennutzung von großer Bedeutung.

    Am 18.02.2024 steht der Tag der Batterie im Fokus, um das Bewusstsein für die umweltfreundliche Nutzung und Entsorgung von Batterien zu stärken.

    Nachhaltiges Wickeln mit Stoffwindeln: Der Windelgutschein macht es möglich

    Ein Kind in Stoffwindel blickt lachend in die Kamera
    Ein Baby verbraucht durchschnittlich über 6.000 Windeln. Das belastet die Umwelt und das Familienbudget. Stoffwindeln vermeiden Abfall, sparen Geld und unterstützen die Gesundheit der Babys!
    weiter

    Reuse & Repair: Nachhaltige Alternativen für die Zukunft

    Auf dem Bild sind drei Männer die in die Kamera blicken abgebildet. Zwei Männer haben einen Hut auf und stehen bei einem Holzwerkzeug. Der dritte Mann hält ein rotes Fahrrad in der Hand. Rechts auf der Seite ist ein Schild mit
    Die Kaffeemaschine im Repair Cafe selbst reparieren, die Schneefräse von Nachbarn ausborgen und das Fahrrad im Re-Use-Shop ums Eck kaufen: Es ist ein klarer Trend zum Wiederverwenden, Teilen und Tauschen zu beobachten. Durch diese nachhaltigen Alternativen wird weniger Abfall produziert, Ressourcen eingespart und die Umwelt geschont. Auch die Niederösterreicher:innen setzen auf eine nachhaltige Zukunft - die zahlreichen Angebote werden dankend angenommen.


    Reparaturbonus: Für Umwelt und Geldbeutel
    Es ist wohl jeder und jedem von uns schon einmal passiert: Ein geliebtes Elektrogerät gibt den Geist auf. In solchen Momenten neigen viele Menschen dazu, sich von den defekten Geräten zu verabschieden und neue anzuschaffen. Doch das ist nicht notwendig, denn die Geräte verdienen eine zweite Chance. In dieser Hinsicht bietet der Reparaturbonus des österreichischen Klimaschutzministeriums mit einer Förderung bis zu 200 Euro eine willkommene Unterstützung. Durch die Reparatur von Haushalts-, Freizeit- und Gartengeräten können nicht nur 50 % der Kosten gespart werden, sondern ein wertvoller Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet werden.


    Repair Cafés: Eine Lektion im Reparieren
    In verschiedenen Bezirken und Gemeinden haben bereits Repair Cafés ihren Platz gefunden und erfreuen sich großer Beliebtheit bei der Bevölkerung. Diese Repair Cafés bieten nicht nur die Gelegenheit das Reparieren von Gegenständen zu erlernen, sondern sie dienen auch als Plattform, auf der Fachexpert:innen vor Ort ihr Wissen und Know-how in Sachen Reparatur teilen. Dies trägt maßgeblich dazu bei soziale Interaktion und den Austausch von Wissen zu fördern, während gleichzeitig ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung der Wegwerfkultur unternommen wird.

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    "So Gut wie Neu" Plattform: Regionaler Austausch mit Mehrwert
    Schon seit längerem steht die online Plattform "So Gut wie Neu" als regionaler Marktplatz zur Verfügung. Hier können gebrauchsfähige Gegenstände verkauft, getauscht oder verschenkt werden. Im Gegensatz zu anderen Plattformen hebt sich "So Gut wie Neu" durch einen klaren regionalen Bezug hervor. Dieser Ansatz ermöglicht es den Nutzer:innen, sicherzustellen, dass die Gegenstände aus der Region stammen. Es geht dabei nicht nur um den Handel, sondern auch um einen Beitrag zur Abfallvermeidung und zur Schonung der Umwelt. Aufgrund der wachsenden Nachfrage wird das Angebot auf dieser Plattform 2024 weiter ausgebaut.


    ReUse: "So Gut wie Neu BOX"
    Ein gutes Beispiel für innovative Projekte in Niederösterreich ist das Pilotprojekt "So Gut wie Neu BOX". Eine Kooperation zwischen dem Land Niederösterreich, den NÖ Umweltverbänden und den soogut-Sozialmärkten. Diese ermöglicht den Niederösterreicher:innen gut erhaltene Alltagsgegenstände wie Kinderspielzeug, Fahrräder, Sportgeräte und kleinere Möbel, in gekennzeichneten Bereichen an ausgewählten Sammelzentren abzugeben. Diese Gegenstände werden dann auf Funktionsfähigkeit überprüft und aufbereitet, um sie preisgünstig in den soogut-Sozialmärkten in Niederösterreich wieder zum Verkauf anzubieten. Das Projekt zielt darauf ab, Ressourcen zu schonen und die Wiederverwendung von Gegenständen zu fördern. In der Pilotphase beteiligten sich verschiedene Regionen in Niederösterreich an der Aktion, mit Plänen zur Ausweitung auf weitere Teile des Bundeslandes. Dieses Projekt ist ein gelungenes Beispiel für Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit.


    Fazit: Nachhaltiger Konsum als Ziel
    Die NÖ Umweltverbände setzen sich entschieden für umweltfreundlichen Konsum ein. Durch die Unterstützung von Initiativen wie den Reparaturbonus, "So Gut wie Neu" Boxen, die gleichnamige Plattform und Repair Cafés wird ein wertvoller Beitrag zur Abfallvermeidung und zur Förderung eines nachhaltigen Lebensstils geleistet. In Zukunft wird verstärkt in ReUse & Repair Angebote investiert und damit die Bemühungen um einen nachhaltigen Konsum weiter vorantreiben.

    Weiterführende Informationen und Links:
    Zur Förderaktion Reparaturbonus


    Die Europäische Abfallvermeidungswoche: Nachhaltiges Handeln im Fokus

    Auf dem Bild ist ein Text in Weiß auf blauen Hintergrund zu erkennen. Folgender Text ist zu lesen:
    Die Europäische Abfallvermeidungswoche (EWAV) ist eine von der Europäischen Kommission initiierte Aktion, die darauf abzielt, das Bewusstsein für Abfallvermeidung, Abfallreduzierung und Littering zu stärken. Vom 18. bis 26. November 2023 steht die diesjährige EWAV im Zeichen des wichtigen Themas "Verpackungen".

    Zielsetzung der Europäischen Abfallvermeidungswoche
    Die EWAV ist ein Projekt, das darauf abzielt, das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen unserer Welt zu schärfen. In einer speziellen Woche im November stehen vielfältige Aktionen im Mittelpunkt, die das Thema des nachhaltigen Abfallmanagements in den Fokus rücken. Die Initiative strebt danach, eine breite Palette von Akteurinnen und Akteuren zu vereinen - von öffentlichen Behörden über die Privatwirtschaft bis hin zu Bürgergruppen. Im Jahr 2022 fand die EWAV bereits zum 13. Mal statt und mehr als 16.000 Maßnahmen und Aktionen wurden in 30 teilnehmenden Ländern durchgeführt.

    Die Bedeutung der "drei großen Rs"
    Die Aktionen während der EWAV konzentrieren sich auf die "drei großen Rs": Reduce, Reuse, Recycle - also Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling von Materialien. Diese Prinzipien repräsentieren Teile der Abfallhierarchie.
    Mehr Infos über die 3Rs

    Übereinstimmung der Ziele in der NÖ Abfallwirtschaft
    Die Umweltverbände in Niederösterreich haben bereits verschiedene Initiativen und Projekte in diesen Sektoren gestartet. Dazu gehören Aktionen wie der Frühjahrsputz, die Sauberhaften Feste und die Einführung des TAschenbecher. Im Bildungsbereich wurden Programme wie die Schulstunde AnTONNia und Escape the Waste umgesetzt. Trotz dieser Bemühungen erkennen wir das enorme Potenzial und möchten in Zukunft noch weitere Angebote entwickeln.

    Mitmachen bei der EWAV
    Die Europäische Abfallvermeidungswoche ruft dazu auf, aktiv teilzunehmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung für Behörden, Vereine, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und individuelle Bürgerinnen und Bürger. Sensibilisierungsaktionen zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung bis hin zum Recycling können, während der EWAV durchgeführt werden. Diese Aktionen werden durch das Engagement von tausenden Freiwilligen in den Gemeinden zu einem bedeutenden Beitrag für nachhaltigen Konsum und Kreislaufwirtschaft.

    Insgesamt bietet die Europäische Abfallvermeidungswoche eine hervorragende Gelegenheit, gemeinsam an einer nachhaltigeren Zukunft zu arbeiten und das Bewusstsein für die Wichtigkeit eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Abfall zu schärfen.


    Weiterführende Informationen und Links:

    Mehr Informationen zur Europäische Abfallvermeidungswoche

    Entsorgungsratgeber TrennABC

    Marktplatz für Gebrauchsartikel in NÖ

    Sauberhafte FESTE

    Mehrwegwindel

    Zuständigen Verband finden

    Die drei R – Reduce, Reuse und Recycle

    Auf dem Bild ist ein Text in Weiß auf blauen Hintergrund zu erkennen. Folgender Text ist zu lesen:
    In einer Welt, die zunehmend von Konsum geprägt ist, gewinnen die Prinzipien von Reduce, Reuse und Recycling an unverzichtbarer Bedeutung. Hinter den bekannten Schlagwörtern verbirgt sich weit mehr als nur umweltfreundliches Vokabular - es handelt sich um Schlüsselstrategien, die die Grundlage für eine nachhaltigere Zukunft bilden. Denn die drei Wörter auf Englisch zusammengefasst, beinhalten unsere Kernthemen: Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling.

    REDUCE - Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht
    Es gibt viele Wege seinen Abfall mit kleinen täglichen Handlungen stark zu reduzieren. Abfallvermeidung befindet sich an erster Stelle der Abfallhierarchie und sollte daher die oberste Priorität einnehmen. Bevor es zu Anschaffungen kommt, sollte man sich immer die Fragen stellen: "Brauche ich das wirklich?" oder "Wie lange wird mir dieses Produkt wirklich Freude bereiten?". Der Verzichtsgedanke ist sehr stark umstritten und leider negativ behaftet. Gelebter Minimalismus und Fokus auf nicht-materielle Dinge können jedoch auch zu einem glücklicheren Leben beitragen. Der Vermeidungsebene zuzuordnen wären auch Mietangebote und "Sharingservices" (Teilen von Produkten). Viele unserer Alltagsgegenstände stehen nur herum oder werden selten verwendet. Bei diesen Dingen sollte man überlegen, ob man sich diese bei Bedarf entweder im Fachhandel oder über den Bekanntenkreis ausborgt.

    REUSE - Die Lebenszeit von Produkten verlängern
    Abfall ist ein Nebenprodukt unserer Überkonsumgesellschaft. Durch Werbekampagnen werden wir häufig dazu animiert zu neuen Produkten zu greifen, anstatt die alten weiter zu verwenden oder zu reparieren. In den letzten Jahren ist hier ein Wandel erkennbar. Das Voranschreiten der Klimakrise und mehr Bewusstsein für Nachhaltigkeit sorgen für ein Umdenken in der Bevölkerung. Die Ergebnisse sind Angebote wie Repair Cafés, der bundesweite Reparaturbonus, Flohmärkte und Secondhand-Shops. Der Erfolg der steigenden Angebote zeigt den großen Bedarf.

    Schon (wieder) kaputt?
    Bei elektronischen Geräten ist oftmals eine Sollbruchstelle vorhanden (im Fachjargon spricht man hier von geplanter Obsoleszenz). Diese führt dazu, dass die Geräte in kurzer Zeit defekt sind. Die guten Nachrichten jedoch sind, dass sich diese in den meisten Fällen wieder reparieren lassen. Die EU hat das zum Anlass genommen und verpflichtet alle Herstellungsbetriebe von Haushaltgeräten zur Reparierbarkeit ihrer Geräte. In Frankreich gibt es mittlerweile sogar ein Gesetz gegen geplante Obsoleszenz.

    Gib deinen Produkten eine zweite Chance!
    Auch deine Alltagsgegenstände haben eine zweite Chance verdient! - Für ausgediente Produkte, die aber noch gebrauchsfähig sind, sollte der erste Weg die Wiederverwendung sein. Zahlreiche Secondhand-Shops nehmen deine aussortierten Dinge bereits an. Gut zu wissen: Wir bieten in NÖ auch einen Markplatz für den Privatverkauf an: www.sogutwieneu.at.

    RECYCLE - Aufklärungsarbeit hört nicht auf
    In den vergangenen Jahrzehnten hat man gemerkt, dass vor allem das Recycling im Fokus stand. Neue Regularien wie die Deponie- und die Verpackungsverordnung haben dazu geführt, dass Recycling relevanter wurde. Für ein funktionierendes Recycling braucht es jedoch die richtige Abfalltrennung. Aus diesem Grund wurde in den 90er Jahren Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung in der Abfallwirtschaft verankert . Daraus entstand das Berufsbild der Abfallberatung. Ziel war es auf kommunaler Ebene Bürgerinnen und Bürger über die richtige Trennung aufzuklären und zu informieren. Noch heute ist diese Arbeit eines der Kernthemen unserer Abfallberaterinnen und Abfallberater. Durch telefonische Beratung, Schulstunden für unterschiedliche Schulstufen oder sonstigen Services zeigen unsere Abfallbeauftragten auf, wieso die richtige Trennung von so großer Bedeutung ist.

    Unsicherheiten bei der Trennung? Neben dem persönlichen Beratungsservice bieten wir niederösterreichweit auch einen digitalen Service - das TrennABC. Dieses wirft für jeden Stoff den korrekten Entsorgungsweg auf Gemeindeebene aus. Das TrennABC ist HIER aufrufbar.

    Geld-Umwelt.png


    Weiterführende Informationen und Links:

    Mehr Informationen zur Europäische Abfallvermeidungswoche

    Entsorgungsratgeber TrennABC

    Marktplatz für Gebrauchsartikel in NÖ

    Sauberhafte FESTE

    Mehrwegwindel

    Zuständigen Verband finden

    Neue Anmeldeplattform für Sauberhafte Feste

    Neue benutzerfreundliche Plattform erleichtert die Anmeldung. Auch heuer 500,- Euro Förderung durch das Land NÖ.

    Seit mehr als 15 Jahren werden in Niederösterreich mittlerweile Sauberhafte Feste gefeiert. Allein im Jubiläumsjahr 2022 wurden 800 Veranstaltungen durch das Land Niederösterreich und die NÖ Umweltverbände zertifiziert.

    Diesen Erfolg hat man zum Anlass genommen, um die schon etwas in die Jahre gekommene Anmeldeplattform völlig neu zu gestalten und so die Anmeldung zu erleichtern. "Unsere Vereine und Feuerwehren leisten mit ihren Sauberhaften Festen einen unschätzbar wertvollen Beitrag zum blau-gelben Umweltschutz", betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf. "Mein Team hat die Plattform daher gemeinsam mit einer Agentur völlig neu gestaltet, um den unzähligen ehrenamtlichen Funktionären die Arbeit zu erleichtern", ergänzt LAbg. Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände. Die neue Anmeldemaske ist ab sofort hier abrufbar: www.sauberhaftefeste.at

    "Mit den Standards für Sauberhafte FESTE legen wir einen besonderen Fokus auf die Verwendung von Mehrweggeschirr, richtige Abfalltrennung, die Verwendung regionaler Lebensmittel und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen", betont Pernkopf den Mehrwert der Aktion. "Um Veranstalter bei der Umsetzung von umweltfreundlichen Festen zu unterstützen, bieten die NÖ Umweltverbände mehr als 30 Geschirrmobile sowie Leihgeschirrspüler, Mehrweggeschirr, weitere Festausstattung und jetzt eine noch einfachere Anmeldeplattform", zeigt Kasser die Unterstützungsmaßnahmen seitens der Verbände auf.

    Förderung wird verlängert
    Zum Anlass des 15-Jährigen-Jubiläums konnten Festveranstalter im Vorjahr erstmals eine Förderung in Höhe von 500,- Euro beim Land Niederösterreich beantragen. "Aufgrund des großen Anklangs dieser Aktion wird es die Förderung auch 2023 geben", hat der LH-Stellvertreter gute Nachrichten. "Ein Dank dafür an das Land Niederösterreich", so der Umweltverbände-Präsident. Wie auch 2022 kann die Förderung für ein Fest nur nach erfolgreicher Zertifizierung beantragt werden.

    Förderkriterien angepasst
    Um bei der Förderung von besonders umweltbewussten Veranstaltern noch treffsicherer zu sein, werden die Kriterien für eine Unterstützung etwas angepasst. Ziel ist es, durch die Förderung zu möglichst hohem Engagement und genauer Einhaltung der Kriterien für Sauberhafte FESTE zu motivieren.

    Für Feste ab 1. März kommt es daher zu folgenden Anpassungen:
    1. Die Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen erhöht sich auf 200 Personen (statt wie bisher 100) um allen voran den Mehraufwand bei größeren Festen zu unterstützen.
    2. Gefördert werden nur Veranstaltungen mit Festcharakter (keine Theateraufführungen oder periodische Märkte),
    3. bei denen Getränke und Speisen ausgegeben werden.

    Die Sauberhaften Feste sind ein wesentlicher Beitrag für Abfallvermeidung und -trennung, regionale und saisonale Verpflegung, sowie klimaschonende Mobilität und Barrierefreiheit in ganz Niederösterreich. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2007 konnten rund 21 Millionen Plastikbecher eingespart, mehr als 100.000 nachhaltige Kuchenboxen verteilt und so wertvolle Ressourcen geschont werden.

    #Trennsetter: Ideen für den NÖ Umweltschutz gesucht

    PERNKOPF/KASSER: Jetzt Vorschläge für Abfallwirtschaft und Umweltschutz in unsere Ideenbox einwerfen!

    Niederösterreich legt großen Wert auf den Schutz seiner Umwelt und ressourcenschonendes Wirtschaften. Um hier auch die besten Visionen aus der Bevölkerung mit einbeziehen zu können, haben das Land und die NÖ Umweltverbände eine Ideenbox eingerichtet. Auf www.trennsetter.at kann jede und jeder Niederösterreicher:in Verbesserungsvorschläge oder Projektideen einbringen.

    LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf: "Wer so wie ich viel im Land unterwegs ist weiß, dass unsere Landsleute vor Ideen strotzen und am blau-gelben Umweltschutz mitwirken wollen." LAbg. Anton Kasser schlägt in die gleiche Kerbe: "In meiner Funktion als Präsident der NÖ Umweltverbände werden immer wieder großartige Ideen an mich herangetragen."

    Nun habe jede und jeder die Möglichkeit, einen wertvollen Beitrag zum blau-gelben Umweltschutz zu leisten, so die beiden unisono. Die Ideenbox ist als einfaches Kontaktformular aufgebaut, in dem man nach Angabe seiner Kontaktdaten für mögliche Rückfragen einfach seine Visionen und Vorstellungen schildern kann. Die Einträge werden an die NÖ Umweltverbände zugestellt, die sich dann damit auseinandersetzen werden. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, sich telefonisch mit dem Land Niederösterreich in Verbindung zu setzen, um Ideen zu besprechen.

    Kreislaufwirtschaft als Modell der Zukunft
    Der Trend geht in Niederösterreich ganz klar in Richtung Kreislaufwirtschaft. In Zukunft wird mehr und mehr darauf zu achten sein, Wertstoffe im Recyclingkreislauf zu halten und die Lebenszyklen von Produkten wieder zu verlängern. Man müsse die Wegwerfgesellschaft hinter sich lassen. Gebrauchsgegenstände sollen demnach nicht beim ersten Kratzer entsorgt und neu angeschafft, sondern so oft wie möglich repariert und weiterverwendet werden. Auch Lebensmittel landen viel zu oft im Abfall. "Das ist zum einen Ressourcenverschwendung und zum anderen eine Geringschätzung der harten Arbeit, die unsere Bäuerinnen und Bauern tagtäglich für die Versorgungssicherheit Niederösterreichs leisten", gibt Pernkopf zu bedenken. Kasser ergänzt: "Gerade in Zeiten der Inflation ist es außerdem schlecht fürs Börserl."

    Hat ein Produkt oder eine Verpackung endgültig das Ende des Lebenszyklus erreicht, gilt es, die darin enthaltenen Wertstoffe möglichst im Recyclingkreislauf zu halten. Mit der Umstellung der Verpackungssammlung zu Beginn dieses Jahres wurde hier ein erster wichtiger Schritt gemacht. Alle Verpackungen, außer Glas und Papier, kommen jetzt ins Gelbe. Nachdem Sortieranlagen die Wertstoffe voneinander getrennt haben, können sie so recycelt und zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden. Ein wichtiger Schritt zur Kreislaufwirtschaft.

    Mit der neuen Ideenbox können die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher nun einen Anstoß für weitere wichtige Projekte im Sinne des Umweltschutzes geben. Egal ob es um Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling, anderweitige Verwertung oder ganz andere Ideen zum Schutz unserer Umwelt geht: Das Land Niederösterreich und die NÖ Umweltverbände freuen sich auf viele Einsendungen und Denkanstöße.

    TAschenbecher für saubere NÖ Naturparke

    Der Schutz der Umwelt ist dem Land Niederösterreich ein besonderes Anliegen. Wichtige Teile dieses gelebten blau-gelben Umweltschutzes sind unter anderem Müllvermeidung und der Erhalt natürlicher Lebensräume. Wertvolle Partner in diesen Anliegen findet das Land in den NÖ Umweltverbänden und den Naturparken Niederösterreich. Land und Umweltverbände stellen den Naturparken 3.000 TAschenbecher zur Verfügung.

    Naturparke umfassen vom Menschen geprägte Landschaften wie Moore, Almen, Weinlandschaften, Augebiete und viele mehr. Ziel jedes Naturparks ist, diese Kulturlandschaften durch naturnahe Nutzung in ihrer Vielfalt zu bewahren. So sind sie den Bewohner:innen besonderer Lebensraum und den Besucher:innen stärkender Erholungsraum. Darüber hinaus bieten Naturparke spannende Angebote des Natur-Erlebens und -Begreifens. In Niederösterreich gibt es aktuell 20 Naturparke.

    Umweltfreundliche Lösung für Zigarettenabfall
    Die NÖ Umweltverbände weisen mit mehreren Aktionen laufend auf die Nachteile und Gefahren achtlos weggeworfenen Mülls hin und wollen die Bevölkerung zu einem Umdenken anregen. Zigaretten werden leider nach wie vor viel zu oft einfach weggeworfen. LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf erklärt: "Durch achtlos weggeworfene Zigaretten-Stummel können Tiere vergiftet und unsere schöne blau-gelbe Kulturlandschaft geschädigt werden. Mit dem TAschenbecher gibt es hier eine einfache Lösung." LAbg. Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände, ergänzt: "Mit dem TAschenbecher können Zigarettenstummel unterwegs ganz einfach gesammelt und später richtig entsorgt werden, um die Umwelt vor giftigen Stoffen zu schützen. Um auch die Naturparke zu schützen, stellen wir daher 3.000 TAschenbecher zur Verfügung." Bgm. Werner Krammer, Obmann des Vereins "Naturparke Niederösterreich": "Wir sind dem Land NÖ und den Umweltverbänden für diese Unterstützung sehr dankbar. Das ist ein weiterer wertvoller Schritt zum Schutz unserer Naturparke."

    Großer Schaden für Flora und Fauna durch Zigarettenstummel
    Zigarettenstummel gehören zu den am häufigsten weggeworfenen Abfallprodukten in der Natur. Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sehen nicht nur unschön aus, sie sind für die Umwelt in hohem Maße schädlich:

    • Ein Zigarettenstummel enthält 4.800 Chemikalien (davon sind 250 giftig und 90 krebserregend). Nutz- und Wildtiere können dadurch vergiftet sowie die Bodenorganismen geschädigt werden. Durch das Regenwasser gelangen die Schadstoffe ins Grundwasser oder in Seen und Flüsse, schädigen die darin lebenden Tiere sowie Pflanzen und landen dadurch sogar in der Nahrungskette.
    • Zigarettenfilter enthalten Mikroplastik. Die Stummel sind die am zweithäufigsten weggeworfenen Einwegartikel aus Plastik - noch vor den Plastiksackerln.
    • 10 bis 15 Jahre dauert es, bis ein Zigarettenstummel auf natürlichem Weg abgebaut ist - in Salzwasser verrottet er sogar erst in ca. 100 Jahren.
    • Ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser reicht aus, um die darin befindlichen Fische zu töten.

    Recyclingprodukt aus Niederösterreich
    Nicht nur die Idee kommt aus Niederösterreich - auch der TAschenbecher selbst ist ein blau-gelbes Regionalprodukt. Der Rohling wird in Wr. Neustadt aus alten PET-Flaschen hergestellt und im nächsten Schritt an die Recycling Caritas in Pöchlarn geliefert, wo er von Menschen mit Beeinträchtigung beklebt wird. So wird aus dem PET-Rohling der praktische TAschenbecher - der ideale Begleiter für alle umweltbewussten Raucherinnen und Raucher.

    Vereinheitlichung der Verpackungssammlung in NÖ

    PERNKOPF/KASSER/STACHELBERGER: Alle Verpackungen, außer Glas und Papier, kommen ab 1.1.2023 in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne.

    St. Pölten (27.10.2022); Der Schutz der Umwelt ist dem Land Niederösterreich ein besonderes Anliegen. Wichtiger Teil dieses gelebten blau-gelben Umweltschutzes ist zuerst das Vermeiden und dann natürlich das richtige Trennen, Sammeln und Recyceln von Abfällen.

    Aktuell werden in Niederösterreich 63% aller Abfälle recycelt, womit man das EU-Ziel von 60% bis zum Jahr 2030 bereits jetzt übertrifft. Im Bereich der Leicht- und Metallverpackungen gibt es aber noch etwas zu tun, um noch mehr richtig zu trennen und zu recyceln. Das Kreislaufwirtschaftspaket der Europäischen Union schreibt bis zum Jahr 2025 eine Steigerung der Recyclingquote auf 50% vor. Österreichweit wären das 240.000 Tonnen. Aktuell werden 170.000 Tonnen im Stoffkreislauf erhalten.

    Sammlung wird vereinfacht
    Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Sammlung mit dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne nun vereinheitlicht und dadurch für die Bürgerinnen und Bürger noch einfacher. Gab es bisher fünf verschiedene Systeme der Verpackungssammlung, kommen mit Ausnahme des Bezirks Neunkirchen, der beim System der Wertstofftonne bleibt, in ganz Niederösterreich ab 1.1.2023 alle Kunststoffverpackungen in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne. Weiters werden, mit Ausnahme des Bezirks Gmünd, der 2025 nachzieht, die bisher in 17 Verbänden und Statutarstädten bekannten Blauen Tonnen für Metall- und Aluminiumverpackungen verschwinden. Auch diese Verpackungen kommen ab 1.1.2023 in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne.

    Außer in den Bezirken Gmünd und Neunkirchen kommen also ab nächstem Jahr in ganz Niederösterreich alle Verpackungen, außer Glas und Papier, in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Das bedeutet, dass zukünftig z. B. PET-Flaschen, Shampoo-Flaschen, Joghurtbecher, Wurst- und Käseverpackungen, Getränke- und Konservendosen, Getränkekartons und Styroporverpackungen gemeinsam gesammelt werden.

    "Diese Erleichterungen sind wichtige Schritte, um die Kreislaufwirtschaft in Niederösterreich weiter zu verbessern und so unsere Umwelt und Heimat zu schützen", ist LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf überzeugt. LAbg. Anton Kasser, Präsident der NÖ Umweltverbände, zeigt sich "erfreut, dass die NÖ Umweltverbände hier an einem Strang ziehen und diese Vereinfachung für die Bürgerinnen und Bürger umsetzen". Kassers Vize Bgm. Roman Stachelberger ergänzt: "Für das Jahr 2023 gibt es in der niederösterreichischen Abfallwirtschaft also ein klares Motto: Ab ins Gelbe!"

    Erfahrungen aus anderen Ländern und Regionen, in denen Leicht- und Metallverpackungen bereits gemeinsam gesammelt werden, zeigen, dass mit einem Rückgang des Restmülls und einem Anstieg der Wertstoffe im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne zu rechnen ist.

    Umfangreiche Informationskampagne
    Das Land und die NÖ Umweltverbände werden die Bürgerinnen und Bürger in einer umfangreichen Kampagne mit dem Motto "Ab ins Gelbe!" über die Umstellung und die damit einhergehenden Neuerungen informieren. Schon jetzt findet man Antworten auf die wichtigsten Fragen auf www.insgelbe.at.

    AnTONNIa & Freunde - Rätsel um den Mistmacher

    Die digitale Umweltchallenge für echte Held:innen
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    Start für den Reparaturbonus des Bundes

    Der Reparaturbonus des Bundes startet mit 26. April 2022.

    Es besteht ab sofort die Möglichkeit für Reparaturbetriebe, sich für die Teilnahme an der bundesweiten Aktion zur Förderung von Reparaturen von Elektro- und Elektronikgeräten anzumelden.

    Die Beantragung eines Reparaturbons ist für Privatpersonen ab sofort möglich - nähere Informationen unter: www.reparaturbonus.at

    Quelle: Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK)

    Jetzt Sauberhaftes Fest anmelden und EUR 500,- Förderung erhalten

    Feste feiern und gelebter Umweltschutz gehen in Niederösterreich seit 15 Jahren Hand in Hand. Mit der Initiative "Sauberhafte Feste" der NÖ Umweltverbände und dem Land NÖ gibt es seither ein Programm für mehr Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen.

    Mit den Standards für Sauberhafte Feste wird ein besonderer Fokus auf die Nutzung von Mehrweggeschirr, die richtige Abfalltrennung, die Verwendung regionaler Lebensmittel und den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen gelegt. Um Veranstalter:innen bei der Umsetzung von umweltfreundlichen Festen zu unterstützen bieten die NÖ Umweltverbände in ganz NÖ mehr als 30 Geschirrmobile sowie Leihgeschirrspüler, Mehrweggeschirr und weitere Festausstattung an. Dadurch konnten, seit Beginn der Aktion, bei über 5.200 Festen bereits über 21 Millionen Einweg-Plastikbecher eingespart werden.
    Um die Aktion Sauberhafte Feste weiter voranzutreiben startet nun, zum 15-jährigen Jubiläum, eine besondere Förderaktion - denn Nachhaltigkeit soll bei allen Festen in NÖ an erster Stelle stehen.

    € 500,- Förderung pro Sauberhaftem Fest
    Für öffentlich zugängliche Veranstaltungen mit mindestens 100 Teilnehmer:innen, welche den Standards der Sauberhaften Feste entsprechen und im Aktionszeitraum 01.01.2022 bis 31.12.2023 in NÖ stattfinden/ stattgefunden haben, kann nunmehr ein Zuschuss in der Höhe von € 500,- beantragt werden.
    Die Förderung richtet sich an NÖ Vereine, Körperschaften öffentlichen Rechts (z. B. Feuerwehren, Hilfsorganisationen), Verbände, Pfarren sowie Organisationen, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sind. Je Veranstalter:in sind max. 5 Einreichungen pro Jahr möglich. Die Einreichung erfolgt ausschließlich online über das elektronische Antragsformular des Landes Niederösterreich. Nähere Informationen zur Förderaktion und Einreichung finden Sie unter www.noel.gv.at/abfall

    Das Programm Sauberhafte Feste vereint die Niederösterreichische Festkultur, Regionalität und Nachhaltigkeit. Setzen Sie daher jetzt mit uns gemeinsam ein sichtbares Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz in Niederösterreich und melden Ihr Sauberhaftes Fest unter www.sauberhaftefeste.at an.

    Illegale Müllsammeltätigkeiten in NÖ: Eindämmung gefordert

    In Niederösterreich ist wieder eine Zunahme von illegalen Müllsammeltätigkeiten durch ausländische Sammler (Kleinmaschinenbrigaden) zu beobachten. In einzelnen Bezirken berichten die NÖ Umweltverbände, wird derzeit mithilfe von Flugzetteln oder "Kaufverträgen" die Bevölkerung dazu aufgefordert, alte Gegenstände zur Abholung bereitzustellen. Damit macht man sich aber strafbar, warnen die NÖ Umweltverbände.
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    KOCH.KUNST-Buch gegen Lebensmittelverschwendung

    Cover des Koch.Kunst-Buches
    In Niederösterreich landen täglich 166 Tonnen genießbare Lebensmittel im Rest- und Biomüll. Diese Menge entspricht rund 40 Kilogramm pro Einwohner und Jahr.


    Die NÖ Umweltverbände und das Land NÖ haben daher ein KOCH.KUNST.BUCH aufgelegt. Das vom niederösterreichischen Künstler Alexander Bisenz gestaltete Buch gibt Tipps der NÖ Abfallberater*innen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden und Lebensmittelreste kreativ zu verwerten.
    Im KOCH.KUNST.BUCH verbinden wir Kunst mit praktischen Tipps um Lebensmittelabfälle zur reduzieren.

    Saisonaler und regionaler Lebensmitteleinkauf ist doppelter Umweltschutz
    Lebensmittel sind für uns oftmals schon selbstverständlich. Das ist bei uns in Niederösterreich, mit einer sehr gut funktionierenden Agrar- und Nahversorgungswirtschaft, allgegenwärtig. Umso wichtiger ist es, dass wir nachhaltig und umsichtig mit dieser Ressource umgehen. Das ist die hohe Kunst, vor der wir stehen.
    Unsere landwirtschaftlichen Familienbetriebe versorgen uns nicht nur mit hochwertigen Lebensmitteln, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft. Für jedes Agrarprodukt aus Übersee gibt es eine regionale Alternative.
    Wer vermeintliche Trendlebensmittel aus fernen Ländern kauft, importiert damit auch Tausende Transportkilometer und niedrigere Umweltstandards. Wir in Niederösterreich sind als Konsumentin und Konsument ein wichtiger Teil im Kreislauf der Nahrungsmittelproduktion. Mit jeder Entscheidung zu regional produzierten Lebensmitteln stärken wir also die lokale Wertschöpfung.

    Unser Dank gilt auch Alexander Bisenz. Das von ihm einmalig künstlerisch gestaltete Buch ist etwas Neues, das kreative Perspektiven mit dem Alltag des Kochens verbindet. Wir werden auch hinkünftig Bewusstseinsbildungsmaßnahmen setzen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen leisten.
    pdfDas Koch.Kunst-Buch zum downloaden (7.214 KB)

    Abfall einfach weg: Digitale Umweltbildung für das Klassenzimmer

    Grafik Abfall,  einfach weg.
    Die NÖ Umweltverbände bieten die Online-Plattform abfall-einfachweg.at für Pädagog*innen an.
    Damit ist auch in herausfordernden Zeiten ein digitales Angebot für den Schulbetrieb im Bereich Umweltbildung verfügbar.
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    Mehrwegwindel-Gutscheine

    Warum Stoffwindeln?
    Eigentlich spricht alles für Stoffwindeln, denn sie sparen Müll, die Gesamtkosten für ein Wickelalter sind nur etwa 30% gegenüber Wegwerfwindel, keine schädlichen Chemikalien auf der Haut. Darüber hinaus ist das Baby mit Stoffwindeln schön breit gewickelt und die Sauberkeitserziehung funktioniert wesentlich leichter.

    Besser für die Umwelt:
    Bei 5 Wickelvorgängen pro Tag hinterlässt ein Baby bis zum Trockenwerden etwa 1 Tonne Müll. Dieser muss entweder deponiert oder mit hohem Energieaufwand verbrannt werden. Windelmüll ist nämlich Nassmüll und deswegen von Müllverbrennungsanlagen nicht unbedingt gerne gesehen. Selbst hat sich eine Wegwerfwindel auf der Deponie noch nicht vollständig aufgelöst. Die Windeln unserer Kinder sind also immer noch vorhanden, auch wenn die Kinder unserer Urenkel schon längst nicht mehr auf der Erde sind. Der Anteil von Wegwerfwindeln beträgt bereits bis zu 10 % des gesamten Restmülls (Quelle: Umweltprofis.at u.a.). Waschbare Windeln leisten daher einen entscheidenden Beitrag zur Abfallvermeidung und damit zum Umweltschutz. Bei der Produktion von Wegwerfwindeln wird außerdem sehr viel CO2 frei, da es sich um einen energieintensiven Prozess handelt. In Wegwerfwindeln werden große Mengen an Zellstoff, aber auch viele Chemikalien verarbeitet. Die Studien die zu belegen versuchen, dass Stoffwindeln denselben CO2-Ausstoß haben, wie Wegwerfwindeln arbeiten alle unter Einbeziehung eines Wäschetrockners und unter der Annahme, dass Windeln bei jeder Wäsche ausgekocht werden und vernachlässigen die Verbrennung. Wegwerfwindeln müssen mit hohem Energieaufwand verbrannt werden, damit sprengen sie natürlich jede Ökobilanz. Bei richtiger Handhabung kann durch die Verwendung von waschbaren Windeln die CO2-Emission um bis zu 40% reduziert werden.

    Besser für‘s Baby:
    Eine Studie aus Frankreich wurde veröffentlicht aus der hervorgeht, dass in Wegwerfwindeln zahlreiche Chemikalien, darunter auch Glyphosat, enthalten sind. Insgesamt wurden 60 verschiedene, teilweise toxische chemische Verbindungen in Wergwerfwindeln nachgewiesen. Stoffwindeln sind eine gesunde und vor allem natürliche Alternative.
    Stoffwindel haben folgende Vorteile: Sie sind atmungsaktiv und überhitzen deswegen weniger. Feuchtigkeit kann leichter verdunsten, dies ist besonders der Fall, wenn Wolle als Überhosenmaterial zum Einsatz kommt. Stoffwindeln sorgen automatisch für ein breitgewickeltes Baby und damit für eine gesunde Hüftentwicklung von Neugeborenen. Dass ein Mehrwegwindelpaket recht üppig ausfällt, ist also eher ein Vorteil.

    Gut für‘s Budget
    Ein Baby wird pro Tag etwa 6x gewickelt. Die Kosten pro Wegwerfwindel liegen bei etwa € 0,25. Insgesamt wird ein Baby also mindestens 2.000 mal im Jahr gewickelt und hinterlässt so die gigantische Menge von 6.000 Windeln. Die Anschaffung dieser Windeln kostet allein € 1.500, dieselbe Summe ist in etwa für die Entsorgung zu veranschlagen. Auch wenn wir uns dieses Geld offensichtlich leisten können, der Umstieg auf Stoffwindeln zahlt sich auch finanziell aus und spart allein den Eltern etwa € 1.000. Alleine die Entsorgung kostet den Gemeinden rund € 200.

    Resümee:
    Finanziell steht die Stoffwindel also besser da. Was aber besonders junge Familien trifft ist die finanzielle Belastung bei Stoffwindeln gerade zu einer Zeit, als viele Neuanschaffungen wie die Grundausstattung fürs Baby ins Haus stehen. Anders, als bei Wegwerfwindeln sind fast die gesamten Kosten für Stoffwindel nämlich bereits zu Beginn der Wickelperiode aufzubringen. Hier soll die Förderung greifen und einen Anreiz schaffen, gleich von Anfang an mit Stoffwindeln zu wickeln.
    · In Summe spart man jede Menge Geld
    · Ökologisch ist die Stoffwindel ein Riesengewinn!
    · Der Tragekomfort ist gegenüber einer Wegwerfwindel besser. Die Stoffe sind weich, atmungsaktiv und anschmiegsam - und es kommen keine chemischen Stoffe an Babys empfindliche Haut.
    · Die Hüftentwicklung wird gefördert, was von Kinderärzten empfohlen wird.
    · Ab dem zweiten Kind wird die Ersparnis umso größer, weil viele Stoffwindeln auch noch gut für ein zweites Baby sind.

    Der GVA Lilienfeld fördert im Jahr 2021 Stoffwindeln mit 50€.
    Informiert euch am Gemeindeamt, ob auch eure Heimatgemeinde den Windelgutschein fördert.

    Trenn ABC - zum ausdrucken

    Das bewährte Trenn ABC haben wir überarbeitet und an das Verbandsgebiet des GVA Lilienfeld angepasst. Es steht im praktischen Taschenbuchformat zum download bereit.
    pdfDokument herunterladen (1.721 KB)

    Erster Welttag gegen Lebensmittelverschwendung

    Niederösterreichische Krankenhausküchen gehen mit gutem Beispiel voran und NÖ Umweltverbände treten gegen Lebensmittelverschwendung mit TV-Spots an.
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    NÖ Umweltverbände setzen auf ein Miteinander in der Kreislaufwirtschaft

    Anlässlich der Wiederwahl von Landtagsabgeordneten und Bürgermeister Anton Kasser, zum Präsidenten des Vereins "die NÖ Umweltverbände" und des World-Clean-Up Tages am 19. September, macht LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf auf die Herausforderungen der Abfallwirtschaft in Niederösterreich aufmerksam: "Der gesellschaftliche Wandel und neue Maßnahmen in der Kreislaufwirtschaft führen auch zu Änderungen in der kommunalen Abfallwirtschaft. Die Branche wird digitaler und vernetzter. Die kommunale Abfallwirtschaft in NÖ macht sich mit Toni Kasser als Präsident nicht nur zukunfts- und plastikfit, sondern trägt mit ihren Innovationen auch zu Umwelt- und Klimaschutz bei.
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    Online-Tool "Abfall - einfach weg?!"

    Die NÖ Umweltverbände haben die Online-Plattform für Pädagog*innen überarbeitet und damit das Angebot im Bereich Umweltbildung rechtzeitig zum Schulstart ausgebaut.
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    Clever einkaufen für die Schule - nachhaltiger Schuleinkauf

    Schulartikel
    Nicht nur im Alltag wird dem Thema Nachhaltigkeit mehr Raum zugesprochen, sondern auch in der Schule ist Umweltschutz ein wichtiges Thema.
    Vor allem bei Gegenstände die Kinder täglich nutzen, ist es besonders wichtig auf Qualität zu achten.
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    Mehrwegbecher für NÖ: Aktion für Gemeinden verlängert

    Einwegplastik vermeiden ist in aller Munde. Der Weg dorthin nicht immer einfach, aber mit ein paar Überlegungen leicht erreichbar. Das Nachhaltige Beschaffungsservice NÖ und die NÖ Umweltverbände unterstützen dabei die niederösterreichischen Gemeinden.
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    Die Umwelt braucht HeldInnen – heute und morgen!

    Hände halten Akku vor Sammelschachtel
    Für ein lebenswertes Morgen... Batterien niemals im Restmüll entsorgen!
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    Diebstahl von Müll durch illegale Sammler ist keine Bagatelle

    Derzeit erreichen die NÖ Umweltverbände wieder Meldungen, dass nach dem Corona-Lockdown wieder eine Zunahme von illegalen Müllsammeltätigkeiten durch ausländische Sammler (Kleinmaschinenbrigaden) zu beobachten ist.
    weiter

    Verbandszeitung 2020

    Die neue Ausgabe der Verbandszeitung 2020 auch zum download verfügbar.
    pdfDokument herunterladen (6.625 KB)

    NÖ Umweltverbände beteiligen sich an NÖ-weiter Aktionsplattform

    LH Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Pernkopf präsentieren neue Klima-Plattform. Die NÖ Umweltverbände beteiligen sich, denn eine funktionierende Abfallwirtschaft ist gelebter Umwelt- und Klimaschutz.
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    Elektroaltgeräte Preisausschreiben: “Schau auf mich!”

    Von Mobiltelefonen, Laptops und Digitalkameras bis hin zu E-Scooter, Akkuschraubern und Taschenlampen! In einer Vielzahl von elektronischen Geräten des alltäglichen Gebrauchs finden wir Lithium-Akkus. Diese Lithium-Akkus sind besonders leistungsstark und weisen eine hohe Energiedichte auf. Deshalb ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit ihnen besonders wichtig!
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    NÖ Wohnhausanlagen: Plakat: Richtige und platzsparende Abfalltrennung

    Wir wenden uns an Betreiber und Errichter von Wohnhausanlagen und die dortigen Wohnungseigentümer/Mieter bzw. die Hausverwaltung mit dem Ersuchen, auf die richtige und platzsparende Abfalltrennung hinzuweisen.

    Gerade nach Ostern kann es zu einem Mehraufkommen von Abfallmengen kommen. Bei Müllräumen in Wohnhausanlagen ist es in der gegenwärtigen Situation besonders wichtig darauf zu achten.
    Wir ersuchen Sie, für eine geeignete Verbreitung zu sorgen (z.B. Schwarzes Brett, Übergabe durch Entsorgungs- oder Reinigungspersonal).

    Plakat "Richtige und platzsparende Abfalltrennung"

    Wir schützen einander! NÖ Umweltverbände unterstützen landesweite Aktion

    Zusammenhalt und Zusammenstehen sind Eigenschaften, die besonders in Krisenzeiten noch mehr an Bedeutung gewinnen. "Im Zusammenhang mit der weltweiten Corona-Epidemie sind wir alle aufgerufen, eine freundliche Distanz zu wahren und Abstand zu halten, zum Schutz von anderen und natürlich von uns selbst", betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
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    Altstoffsammelzentren / Wertstoffzentren (ASZ/WSZ): Betrieb in NÖ

    Die derzeitige Situation ist für die gesamte österreichische Bevölkerung herausfordernd. Jedem Vergleich mit vorangegangenen historischen Ereignissen fehlt ein Referenzszenario. Es gibt fortwährend neue Erkenntnisse und Erfordernisse, auf die wir flexibel und angepasst reagieren müssen.
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    Entsorgung von Abfällen aus "Corona-Quarantäne-Haushalten"

    Mülltonne und Abfälle aus Coronahaushalt
    Stand 15/03/2020

    Zentrale Aussage
    Die Entsorgung von in Haushalten anfallenden Abfällen, die eventuell mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) kontaminiert sind, kann bei Beachtung bestimmter Vorsichtsmaß­nahmen gemeinsam mit dem Restmüll erfolgen. Solche Abfälle dürfen allerdings nicht den Sammelsystemen für die getrennte Erfassung von Wertstoffen (z. B. Papiertonne, Bio­tonne, gelber Sack) zugeführt werden.

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    Entsorgung haushaltsüblicher Mengen
    Die Sammlung der Abfälle in einer Restmülltonne und die anschließende thermische Behandlung des Restmülls in den beiden niederösterreichischen Müllverbrennungsanlagen gewährleisten eine sichere Zerstörung bei sehr hohen Temperaturen bis zu 1.000 °C.

    Um sowohl bei den Erzeugern der Abfälle, weiteren Nutzern der gleichen Restmülltonne aber auch bei Dritten wie Müllwerkern eine Gefährdung sicher auszuschließen, dürfen die Abfälle nicht lose in die Restmülltonne gegeben werden. Stattdessen sind diese zuvor in stabile Müllsäcke zu verpacken, die z. B. durch Verknoten sicher verschlossen werden.

    Weitere Informationen zu Hygienemaßnahmen sowie zur Reinigung und Desinfektion finden Sie auf den Internetseiten des Robert Koch Instituts (RKI) unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html

    Grundsätzlich gilt bei Abfällen, die für die Abholung durch die kommunale Restmüll­abfuhr bereitgestellt werden, dass

    • spitze und scharfe Gegenstände in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt sind,
    • keine (oder nur untergeordnet) Abfälle mit geringen Mengen Flüssigkeit neben saugfähigen Abfällen enthalten sind,
    • keine Säcke frei zugänglich neben Abfalltonnen oder Container gestellt werden, um Gefahren für Dritte auszuschließen.
    Diese Ausführungen gelten nur unter der Voraussetzung, dass die Restabfälle
    einer thermischen Behandlung zugeführt werden.

    Für Rückfragen zur Entsorgung im Einzelfall sollten Sie sich an Ihren Gemeindeverband / Abfallverband Ihrer entsorgungspflichtigen Körperschaft wenden.


    Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt

    "Abfallvermeidung ist in der Krise besonders wichtig"

    Die NÖN wollte wissen, wie es in Zeiten von Corona um die Abfallentsorgung in Niederösterreich steht. Wie diese in den kommenden Wochen gesichert wird, warum gerade nicht entrümpelt werden sollte und was mit dem Müll erkrankter Personen passiert, erzählt der Präsident der NÖ-Abfallverbände, Landtagsabgeordneter, Bürgermeister Anton Kasser, im Interview.

    Zum Bericht der Niederösterreichischen Nachrichten

    Müll wird entsorgt: NÖ Umweltverbände auf die Krise eingestellt

    Die NÖ Umweltverbände haben sich auf die Krise eingestellt, die Entsorgung des Mülls läuft problemlos.
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    NÖ Veranstalter können jetzt einreichen: Preisgelder von insgesamt 20.000 € warten

    Die NÖ Umweltverbände werden dabei unterstützen bei allen Veranstaltungen und Festen, die vom Land NÖ oder von Organisationen, welche im überwiegenden Einfluss des Landes NÖ stehen, die Standards der "Sauberhaften Feste" einzuführen.
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    Ein paar Tipps für den Alltag zur Verpackungsvermeidung


    Das neue Online-Video über unseren Gemeindeverband

    Der Abfallverband als Vermittler zwischen Gemeinden und Entsorger.
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    Tierkörperbehälter

    Falls sie ihre Haustiere nach dem Ableben nicht beim Tierarzt lassen oder diese zuhause versterben und Sie sie nicht vergraben möchten/können, gibt es Tierkörperbehälter in St.Veit, Türnitz und Herzogenburg.
    Für Jäger gibt es spezielle Säcke und Anforderungen. Dazu gibt es eine Information vom Land Niederösterreich.
    PDF zum Download verfügbar.
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    Brandgefährliche Lithiumbatterien gehören nicht in den Hausmüll

    Lithium Information
    Immer noch landen zu viele Batterien im Restmüll. Laut einer Studie der Montanuniversität sind in 10 Tonnen Restmüll etwa 190 Batterien, 10 Lithium-Batterien und 5 Lithium-Ionen-Akkus, was zu zahlreichen Bränden in Entsorgungsbetrieben führt!
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    Plastikfit werden: Geschirrmobil light – Kriterienschmiede für NÖ Gemeinden

    Die Reinigung und Trocknung von Mehrwegkunststoffbecher nach hygienischen Anforderungen kann zur Herausforderung werden. Wir diskutierten über die Anforderungen für mobile Profi-Geschirrspüler.
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    Donnerstag 13.06.2024

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    Bio
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    Freitag 14.06.2024

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    Montag 17.06.2024

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    Couch dunkelblau
    Couch wegen Platzmangel zu verkaufen., 250x200 cm, Couch h...
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